Unterwegs zu einer
freien Gesellschaft

Kommunalismus
will die Politik zu den Menschen zurück bringen. Alle Mitglieder einer Gesellschaft sind fähig, über ihr Zusammenleben zu diskutieren und zu entscheiden. Kommunalismus hat die Vision einer Gesellschaft aus direkt-demokratischen, föderalistisch vernetzten Kommunen.

Social Ecology
geht davon aus, dass alle ökologischen Probleme auf soziale Probleme zurückzuführen sind.
Soziale Ökologie, als Theorie entworfen von Murray Bookchin, bietet eine Alternative zur kapitalistischen Gesellschaft und analysiert die tief verwurzelten Hierarchien, die ihr zugrunde liegen.

Das Netzwerk Kommunalismus
will Ideen wie Kommunalismus, Soziale Ökologie, Libertärer Munizipalismus oder Demokratischer Konföderalismus bekannter machen und in gesellschaftliche Diskurse einbringen.

  • „Die Republik demokratisieren, die Demokratie radikalisieren“

    Im Territorium, das “Frankreich” genannt wird, erleben kommunalistische Bewegungen zurzeit einen Aufschwung, angefangen von den Gilets Jaunes über Gemeinde-Initiativen bis zu autonomen, praxisbezogenen Organisationen. Ein ganz junges Beispiel ist das “Mouvement Municipal” (das übrigens auch in St. Imier vertreten war). Es hat soeben einen Text veröffentlicht, in dem es seine Vision einer direkten, lokalen und…

  • Der gefährliche Trugschluss von “Demokratie” und die Notwendigkeit, echte Demokratie wieder zu beleben

    Sprache ist ein mächtiges Werkzeug. Das gilt für die Politik wie für jeden anderen Aspekt des gesellschaftlichen Lebens, wenn nicht sogar noch mehr. Und es gibt da einen spezifischen Begriff, der links und rechts von den herrschenden Eliten wie auch von Graswurzelbewegungen benutzt wird. Ich rede natürlich von der “Demokratie”. Von Yavor Tarinski “Die Demokratien”…

  • Kommunalist*innen vernetzen sich, um kollektive Kraft aufzubauen

    Kommunalist*innen vernetzen sich, um kollektive Kraft aufzubauen

    150 Jahre nach Gründung der Antiautoritären Internationale trafen sich über 4000 anarchistisch/linkslibertär eingestellte Menschen im Schweizer Jurastädtchen St. Imier. Unter den verschiedenen Strömungen war auch der Kommunalismus vertreten. Es wurde deutlich, dass dessen Grundidee – basisdemokratische Lokalversammlungen, die sich konföderieren – in vielen Ländern ihre Anhänger*innen hat, auch strömungsübergreifend. Der internationale Kongress bot ihnen eine…

  • Wenn der Stoffdurchsatz ins Unermessliche steigt: ein Buch über Metabolismus und Kapital

    Éric Pineault liefert in “A Social Ecology of Capital” (2023) einleuchtende Argumente für Degrowth und gegen Ökomodernismus. Er beschreibt, wie materielle Flüsse durch den Kapitalismus strukturiert werden und zwangsläufig zu einem gigantischen Durchsatz führen, der die Stabilität des Planeten infrage stellt. Sagte Bookchin, dass alle ökologischen Probleme soziale Probleme sind, so beschreibt Pineault, wie dieser…

  • Aus der Komfortzone kommen und ohne Kapitalismus leben

    Aus der Komfortzone kommen und ohne Kapitalismus leben

    Das Netzwerk RESC verbindet gleichgesinnte Kollektive, Landwirtschaftskooperativen, Volksversammlungen, Bildungsgruppen und weitere Gruppen in Frankreich. Das Ziel: Alternativen aufbauen, um eine postkapitalistische Gesellschaft bereits im Jetzt zu leben. Es gibt bereits viele Beispiele für kommunalistische Kultur und Praxis – sie miteinander zu vernetzen, ist die Absicht des Réseau Écologie Sociale et Communalisme (Netzwerk Soziale Ökologie und…

  • Gemeinden bauen in Frankreich eine Demokratie “von unten” auf

    Gemeinden bauen in Frankreich eine Demokratie “von unten” auf

    2020 haben in Frankreich 700 partizipative Listen mit über 12’000 Kandidat*innen an den Gemeindewahlen teilgenommen und zahlreiche Siege errungen. Seither wird in ganz Frankreich mit einer neuen Demokratie “von unten” (une nouvelle démocratie “par le bas”) experimentiert. Partizipative Gemeinden haben sich 2020 zur Kooperative “Fréquence Commune” zusammengeschlossen und seit 2022 vereint das Netzwerk “Action Communes”…

  • Der Shooting Star des Degrowth-Kommunismus

    Der japanische Marxist Kohei Saito wird als “Shooting Star” bezeichnet: Eine halbe Million Japaner*innen haben sein 2020 erschienenes Buch “Hitoshinsei no Shihonron” (übersetzt: Kapital im Anthropozän) gelesen. Anfang 2023 ist ein englischsprachiges Buch mit dem Titel “Marx in the Anthropocene”1 erschienen, das auf diesem Werk aufbaut – und ebenfalls auf enormes Interesse stösst. Kohei Saito…

  • Glitzer im Kohlestaub

    „Glitzer im Kohlestaub“ ist ein nützliches Buch für alle Klimaaktivist*innen und Sympathisant*innen der Klimagerechtigkeitsbewegung. In kurzen Kapiteln, die kreuz und quer gelesen werden können, erzählt es von Camps und Besetzungen wie z. B. im Hambacher Forst und bringt Themen wie Aktionsformen, Pressearbeit oder Antirassismus auf den Punkt. Die Herausgeber*innen, das Kollektiv „Zucker im Tank“, betonen…

  • Die Wichtigkeit des dialektischen Denkens für die Linke des 21. Jahrhunderts – Hegels Einfluss auf Bookchin

    Die Wichtigkeit des dialektischen Denkens für die Linke des 21. Jahrhunderts – Hegels Einfluss auf Bookchin

    Herrschaft, Staat und Zentralmacht sind keine historische Notwendigkeit, sondern können überwunden werden. Der kanadische Philosophieprofessor Éric Martin beschreibt, wie Murray Bookchin der Dialektik von Hegel folgt und sie zugleich auf eine höhere Stufe hebt – als kohärente Theorie für eine rationale und ökologische Gesellschaft. Im kürzlich erschienenen Buch “L’héritage de Hegel / Hegel’s legacy” (hrsg.…

  • Stadtteilarbeit: Gespräch mit Berg Fidel Solidarisch

    Stadtteilarbeit: Gespräch mit Berg Fidel Solidarisch

    Stadtteilarbeit ist eine relativ neue Strategie, die in ausserparlamentarischen linken Bewegungen auf grosses Interesse stösst. Im folgenden Text berichtet die Organisation «Berg Fidel Solidarisch» von ihren Erfahrungen und klärt einige offenen Fragen. Aus der «linken Bubble» ausbrechen und die Menschen dort erreichen, wo sie leben – das ist der Ansatz der «Stadtteilarbeit», auch «Basisorganisierung» genannt.…