{"id":567,"date":"2023-03-31T23:33:19","date_gmt":"2023-03-31T21:33:19","guid":{"rendered":"https:\/\/netzwerkkommunalismus.wordpress.com\/?p=567"},"modified":"2023-03-31T23:33:19","modified_gmt":"2023-03-31T21:33:19","slug":"der-shooting-star-des-degrowth-kommunismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kommunalismus.org\/?p=567","title":{"rendered":"Der Shooting Star des Degrowth-Kommunismus"},"content":{"rendered":"\n<p id=\"o1\"><em>Der japanische Marxist Kohei Saito wird als \u201cShooting Star\u201d bezeichnet: Eine halbe Million Japaner*innen haben sein 2020 erschienenes Buch \u201cHitoshinsei no Shihonron\u201d (\u00fcbersetzt: Kapital im Anthropoz\u00e4n) gelesen. Anfang 2023 ist ein englischsprachiges Buch mit dem Titel \u201cMarx in the Anthropocene\u201d<sup><a href=\"#f1\">1<\/a><\/sup> erschienen, das auf diesem Werk aufbaut \u2013 und ebenfalls auf enormes Interesse st\u00f6sst.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p id=\"o2\">Kohei Saito spricht sich f\u00fcr Degrowth-Kommunismus aus, also f\u00fcr eine dezidiert linke Auffassung von Degrowth.<sup><a href=\"#f2\">2<\/a><\/sup> Sein Argument lautet: Der Wachstumszwang im Kapitalismus ist die Ursache f\u00fcr die Klimakrise; ein \u201cgr\u00fcner\u201d Kapitalismus ist nicht m\u00f6glich, da Wachstum untrennbar mit dem kapitalistischen Produktionsmodus verbunden ist; die einzige L\u00f6sung ist daher, den Materialumsatz, also den \u201cStoffwechsel mit der Natur\u201d, herunterzufahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Saito bricht somit mit dem Produktivismus, der im Marxismus traditionellerweise vorherrschte. Die von Staat und B\u00fcrokratie angetriebene Wirtschaftsentwicklung f\u00fchrt nicht dazu, dass sich die Lebensbedingungen verbessern, im Gegenteil \u2013 die realsozialistischen Staaten wiesen eine sehr schlechte \u00d6kobilanz auf.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gegen Produktivismus und Eurozentrismus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Politisch-ideologisch ist das (einfach zu lesende und spannende) Buch eher offen gehalten \u2013 und deshalb recht anschlussf\u00e4hig. Saito spricht von demokratischer, egalit\u00e4rer Planung, aber beschreibt nicht, wie das genau geschehen soll. Jedenfalls scheint er eine eher antiautorit\u00e4re Position einzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die St\u00e4rke seiner Argumentation liegt darin, dass er seine Vision von Degrowth konsequent von Marx ableitet. Kohei Saito ist Mitherausgeber der neuen Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA) und hat sich insbesondere mit den unver\u00f6ffentlichten Notizb\u00fcchern des sp\u00e4ten Marx (im deutschen Original!) besch\u00e4ftigt. Die Textpassagen, die er zitiert, zeigen einen anderen Marx als den fr\u00fcheren, produktivistischen: Der \u201cRiss\u201d zwischen dem nat\u00fcrlichen und gesellschaftlichen Metabolismus (englisch: \u201cmetabolic rift\u201d) muss geheilt werden. Es gelingt Saito plausibel, Marx als fr\u00fchen Vertreter oder zumindest Vordenker des Degrowth-Gedankens darzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"o3\">Eine weitere Quelle ist der Brief von Marx an Vera Zasulich, in dem er von seiner fr\u00fcheren \u00dcberzeugung abr\u00fcckt, dass jedes Land aus historischer Notwendigkeit die Stufen Feudalismus-Kapitalismus-Sozialismus durchlaufen muss. Er ist jetzt der Ansicht, dass die russische Agrarkommune (\u201cMir\u201d oder \u201cObschina\u201d<sup><a href=\"#f3\">3<\/a><\/sup>) auf direktem Weg zum Kommunismus gelangen k\u00f6nnte. Mehr noch: Er interessiert sich zunehmend, wie aus dem Briefwechsel mit Engels deutlich wird, f\u00fcr archaische, auch nicht-europ\u00e4ische Gesellschafts- und Eigentumsformen (gemeinschaftlichen Landbesitz), beispielsweise f\u00fcr Kommunen in Indien oder die fr\u00fcheren, teutonischen Agrargemeinschaften. Kohei Saito unterstreicht diesen Punkt und h\u00e4lt fest, dass der sp\u00e4te Marx also nicht nur den Produktivismus, sondern auch seinen Eurozentrismus hinter sich gelassen hat. Nicht mehr Europa steht im Zentrrum der Revolution, sondern der Fokus verschiebt sich an die Peripherie.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie Kommunismus den metabolischen Riss reparieren kann<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nun ist es nicht neu, Marx als Vorreiter der \u00d6kologiebewegung zu sehen. John Bellamy Foster und andere \u00d6kosozialist*innen haben bereits \u00fcber die Metabolic-Rift-Theorie geschrieben, ausgehend von Marx\u2019 Besch\u00e4ftigung mit dem Bodenchemiker Justus Liebig. Kohei Saito baut auf diese Werke auf und geht \u00fcber sie hinaus, indem er explizit den Degrowth-Gedanken hineinbringt.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Schluss entwirft er seine eigene Vision, wie Kommunismus den metabolischen Riss beheben kann und wie eine Degrowth-Gesellschaft aussehen k\u00f6nnte:<\/p>\n\n\n\n<p>1. Der Gebrauchswert wird massgebend, nicht mehr der Tauschwert\/Profit.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Arbeitszeitreduktion f\u00fchrt dazu, dass das \u201cReich der Freiheit\u201d f\u00fcr die Menschen ausgedehnt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Durch Arbeiter*innenautonomie wird Arbeit attraktiver.<\/p>\n\n\n\n<p>4. Der Marktwettbewerb entf\u00e4llt, die Wirtschaft entschleunigt sich.<\/p>\n\n\n\n<p>5. Hierarchische Planung und Kontrolle wird abgeschafft. Entscheidungen, auch \u00fcber \u00f6kologische Auswirkungen, werden demokratisch und kollektiv gefasst.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"o4\">Und all dies k\u00f6nne fast nur mit Degrowth realisiert werden! Degrowth schafft Reichtum ohne Produktivit\u00e4tszuwachs und sogar bei schrumpfender Produktion, weil er die k\u00fcnstliche Verknappung, die der Kapitalismus inszeniert, aufhebt. Degrowth ist f\u00fcr Saito \u201cradikaler \u00dcberfluss des gemeinsamen Wohlstands\u201d (\u201ccommon wealth\u201d). Alle Menschen w\u00fcrden profitieren: \u201cWenn erst einmal die k\u00fcnstliche Knappheit des Kapitalismus \u00fcberwunden ist, h\u00e4tten die Menschen, jetzt frei vom konstanten Druck, Geld zu verdienen dank des sich ausdehnenden gemeinsamen Wohlstands, eine attraktive Wahl, weniger zu arbeiten, ohne sich \u00fcber die Verschlechterung ihrer Lebensqualit\u00e4t Sorgen machen zu m\u00fcssen.\u201d<sup><a href=\"#f4\">4<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Moore, Latour<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als w\u00e4re das nicht schon genug Stoff f\u00fcr ein Buch, bietet \u201cMarx in the Anthropocene\u201d im Mittelteil noch mehr interessanten Lesestoff. In weitl\u00e4ufigen Exkursen verteidigt Saito die Metabolic-Rift-Theorie gegen\u00fcber Kritikern wie Jason W. Moore; kritisiert Bruno Latour (Akteur-Netzwerk-Theorie, Hybridismus) wie auch den \u201cgreen modernism\u201d, also Akzelerationist*innen, die sich durch technische Innovationen eine gr\u00fcne Zukunft erhoffen.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"o5\">In den ersten Kapiteln erz\u00e4hlt Saito, wie Engels Marx\u2019 Notizb\u00fccher unterschlagen hat, weil sie seiner eigenen Vorstellung \u2013 er war voll und ganz Produktivist \u2013 widersprachen. Auch im Marxismus des 20. Jahrhunderts wurden die \u00f6kologischen Sichtweisen von Karl Marx marginalisiert. Anschliessend breitet Saito die Debatte zwischen Monismus und Dualismus auf, also ob Natur und Gesellschaft eher als Kontinuit\u00e4t oder als Diskontinuit\u00e4t aufgefasst werden sollen. Er stellt sich auf einen klar dialektischen Standpunkt: Natur und Gesellschaft bilden eine Kontinuit\u00e4t, aber sind auch klar voneinander getrennt. \u00c4hnlich wie Andreas Malm (den er zitiert) ist Saito f\u00fcr einen Dualismus, aber f\u00fcr einen nicht-kartesianischen (bei Malm: \u201cproperty dualism\u201d<sup><a href=\"#f5\">5<\/a><\/sup>).<\/p>\n\n\n\n<p>Hervorzuheben ist, dass Kohei Saito einen starken Humanismus vertritt: Das Wohl der Menschen liegt ihm am Herzen. An Moore kritisiert er, dass er den Kapitalismus mit der Hilfe der Natur als \u201cAktant\u201d \u00fcberwinden wolle, das gehe aber auf Kosten der menschlichen Entwicklung.<\/p>\n\n\n\n<p>Saito weist zwar darauf hin, dass Marx die \u201cagency\u201d der Dinge anerkannte: In Kapitalismus werden Beziehungen zwischen Menschen durch Beziehungen zwischen Dingen ersetzt, also verdinglicht, als \u201cFetisch\u201d, wie sich Marx ausdr\u00fcckte. Aber der Punkt ist, dass das nicht ein Lob auf eine verdinglichte Weltsicht ist (die \u201chybride Situation\u201d, wie bei Latour etc.), sondern gerade im Gegenteil eine Kritik am Kapitalismus: Marx wollte die Wirklichkeit nicht nur erkennen, sondern \u00e4ndern!<\/p>\n\n\n\n<p>Wie Saito pr\u00e4gnant formuliert: Wir k\u00f6nnen nur aus anthropozentrischer Perspektive \u00fcber die \u00f6kologische Krise sprechen, weil es vor allem eine Krise f\u00fcr uns ist \u2013 den Insekten und Bakterien ist sie egal. Insgesamt scheint Saito bem\u00fcht zu sein, die Balance zu halten zwischen den zwei Optionen a) den Gegensatz Natur-Gesellschaft zu \u00fcberwinden (Moore betone das zu fest und sei gegen Anthropozentrismus) und b) die Unterschiede zu betonen (Mit Hegel: Wenn die Unterschiede wegfallen, dann ist das wie in der Nacht, wenn alle K\u00fche schwarz sind.)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00d6komodernismus und Malthusianismus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Kapitel richten sich wie erw\u00e4hnt gegen \u00d6komodernismus (Jeremy Rifkin, Aaron Bastani\/Fully Automated Luxury Communism). Auch hier geht das Buch sehr in die Tiefe \u2013 die Lekt\u00fcre ist \u00e4usserst spannend und erhellend. Kurz zusammengefasst kritisiert er, dass diese Autoren nicht aus dem \u201ccapitalist realism\u201d, aus ihrer Konsument*innen-Perspektive, entkommen. W\u00e4hrend eine Post-Knappheits-Position (seine eigene) den Kapitalismus gef\u00e4hrde, perpetuiere der \u00f6komodernistische Produktivismus ihn.<\/p>\n\n\n\n<p>Bemerkenswert ist ferner, wie mutig und locker Kohei Saito mit dem Malthusianismus umgeht. Er kritisiert David Harvey, der Angst davor gehabt habe, dem Malthusianismus in die H\u00e4nde zu spielen und sich deshalb nicht wirklich getraut habe \u201cgr\u00fcn\u201d zu sein. Harvey habe quasi \u00fcberreagiert und die Konzepte wie die planetaren Grenzen (planetary boundaries) als konstruiert bezeichnet. Aber das sei gar nicht n\u00f6tig, findet der optimistische Humanist Saito, weil er anscheinend der Ansicht ist, dass heute die meisten \u00f6kologisch Interessierten sowieso gegen Malthusianismus sind. Auch wenn planetare Grenzen als real anerkennt werden \u2013 was sich angesichts der Klimakrise aufdr\u00e4nge \u2013, spiele das nicht dem Knappheitsdiskurs und dem \u00dcberbev\u00f6lkerungsmythos in die H\u00e4nde, beruhigt uns Saito.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201cMarx im Anthropoz\u00e4n\u201d ist ein \u00fcberzeugendes Pl\u00e4doyer f\u00fcr Degrowth. Es k\u00f6nnte dazu beitragen, dass Degrowth \u2013 und insbesondere Degrowth-Kommunismus, also eine klar links positionierte Degrowth-Bewegung \u2013 an Strahlkraft gewinnt und innerhalb der Umweltbewegung zu einer pr\u00e4genden Richtung wird. Es schl\u00e4gt Br\u00fccken zwischen der Umweltbewegung und der Arbeiter*innenbewegung. Es erkl\u00e4rt, welche sozialen und wirtschaftlichen Kr\u00e4fte die Klimakrise antreiben. Es bildet ein Gegengewicht zum \u201cgr\u00fcnen Kapitalismus\u201d und zum \u201cfully-automated\u201d \u00d6ko-Modernismus, aber auch zu autorit\u00e4ren Tendenzen. Dabei ist das Buch ist ideologisch sehr offen gehalten und k\u00f6nnte innerhalb des sozialistischen Spektrums breite Sympathien finden.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"o6\">Die bisherigen Reaktionen im englischen und deutschen Sprachraum reichen von Enthusiasmus bis zu leichter Kritik. Von marxistischer Seite wird etwa kritisiert, dass Saito andere Str\u00e4nge der Marx-Lekt\u00fcre und die Entwicklungen im Marxismus nicht ber\u00fccksichtige<sup><a href=\"#f6\">6<\/a><\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"o7\">Eine generelle Kritik lautet, dass Saito nicht \u00fcber Strategie redet \u2013 es wird nicht klar, wie wir vom Status quo zum Degrowth-Kommunismus gelangen k\u00f6nnte. Eine Antwort auf diese Kritik wiederum k\u00f6nnte lauten, dass er \u2013 mit Bezug auf den sp\u00e4ten Marx \u2013 sehr wohl in aktuelle strategische Debatten interveniert: Er zeigt immerhin, dass wir uns nicht zwischen \u201cArbeiter*innenrechten, Einkommen und Umweltschutz, oder zwischen indigenen Landrechten und Arbeitskampf\u201d<sup><a href=\"#f7\">7<\/a><\/sup> entscheiden m\u00fcssen. Trotzdem \u2013 Degrowth-Kommunismus wird nicht einfach \u201cvon selbst\u201d kommen. \u201cDas Manifest des Degrowth-Kommunismus muss erst noch geschrieben werden.\u201d<sup><a href=\"#f8\">8<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Eine der gr\u00f6ssten St\u00e4rken des Buchs ist es sicher, dass es eine plausible, optimistische Alternative zur heutigen, als auswegslos erscheinenden Krisensituation aufzeigt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Kohei Saito: Marx in the Anthropocene: Towards the Idea of Degrowth Communism, Cambridge University Press, 2023<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kommunalismus.org\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/marx_in.jpg?w=431\" alt=\"\" class=\"wp-image-569\" width=\"232\" height=\"349\" srcset=\"https:\/\/kommunalismus.org\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/marx_in.jpg 431w, https:\/\/kommunalismus.org\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/marx_in-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 232px) 100vw, 232px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Weitere <\/em><em>empfohlene<\/em><em> Buchkritiken von \u201cMarx in the Anthropocene\u201d:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>WOZ (deutsch): <a href=\"https:\/\/www.woz.ch\/2251\/kohei-saito\/marx-dachte-oekologisch\/!V147W650SSPE\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.woz.ch\/2251\/kohei-saito\/marx-dachte-oekologisch\/!V147W650SSPE<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Spectrum of Communism (deutsch): <a href=\"https:\/\/www.spectrumofcommunism.de\/saito-anthropozaen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.spectrumofcommunism.de\/saito-anthropozaen\/<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Monthly Review: <a href=\"https:\/\/mronline.org\/2023\/03\/03\/kohei-saito-marx-in-the-anthropocene-towards-the-idea-of-degrowth-communism\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/mronline.org\/2023\/03\/03\/kohei-saito-marx-in-the-anthropocene-towards-the-idea-of-degrowth-communism\/<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Interview mit Kohei Saito im \u201cGuardian\u201d (28.2.2023, englisch): <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/environment\/2023\/feb\/28\/a-greener-marx-kohei-saito-on-connecting-communism-with-the-climate-crisis\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.theguardian.com\/environment\/2023\/feb\/28\/a-greener-marx-kohei-saito-on-connecting-communism-with-the-climate-crisis<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:54px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>&#8212; Edit: Dieser Text wurde am 19.4.2023 bearbeitet (Fussnote 1) &#8212;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\" id=\"f1\"><a href=\"#o1\">1<\/a> \u201cMarx in the Anthropocene\u201d ist als Taschenbuch erh\u00e4ltlich, aber nur auf Englisch. Von <a href=\"https:\/\/twitter.com\/Gregor_Wakounig\/status\/1647640828242800642?cxt=HHwWhMC9zdGmzN0tAAAA\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">&#8222;Das Kapital im Anthropoz\u00e4n&#8220;<\/a> erscheint am 17. August 2023 eine deutsche \u00dcbersetzung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\" id=\"f2\"><a href=\"#o2\">2<\/a> Vergleichbare Positionen vertreten u. a. Jason Hickel oder die Autor*innen von \u201cThe Future is Degrowth\u201d <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/netzwerkkommunalismus.wordpress.com\/2022\/07\/01\/die-zukunft-ist-degrowth\/\" target=\"_blank\">https:\/\/netzwerkkommunalismus.wordpress.com\/2022\/07\/01\/die-zukunft-ist-degrowth\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\" id=\"f3\"><a href=\"#o3\">3<\/a> Auch der Kommunalist Murray Bookchin bezieht sich auf die basisdemokratisch verwaltete \u201cObschina\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\" id=\"f4\"><a href=\"#o4\">4<\/a> Vieles klingt \u00e4hnlich wie bei Bookchin (z. B. in dessen Buch \u201cPost-scarcity Anarchism\u201d), den Saito aber leider nirgends zitiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\" id=\"f5\"><a href=\"#o5\">5<\/a> Andreas Malm: The progress of this storm: Nature and society in a warming world, 2017<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\" id=\"f6\"><a href=\"#o6\">6<\/a> https:\/\/www.spectrumofcommunism.de\/saito-anthropozaen\/<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\" id=\"f7\"><a href=\"#o7\">7<\/a> https:\/\/redflag.org.au\/article\/thinking-about-ecology-marx-review-kohei-saitos-marx-anthropocene<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\" id=\"f8\"><a href=\"#o7\">8<\/a> https:\/\/mronline.org\/2023\/03\/03\/kohei-saito-marx-in-the-anthropocene-towards-the-idea-of-degrowth-communism\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der japanische Marxist Kohei Saito wird als \u201cShooting Star\u201d bezeichnet: Eine halbe Million Japaner*innen haben sein 2020 erschienenes Buch \u201cHitoshinsei no Shihonron\u201d (\u00fcbersetzt: Kapital im Anthropoz\u00e4n) gelesen. 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