{"id":704,"date":"2023-11-21T00:46:37","date_gmt":"2023-11-20T23:46:37","guid":{"rendered":"https:\/\/netzwerkkommunalismus.wordpress.com\/?p=704"},"modified":"2024-02-22T15:58:52","modified_gmt":"2024-02-22T15:58:52","slug":"damit-aus-den-funken-ein-feuer-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kommunalismus.org\/?p=704","title":{"rendered":"Damit aus den Funken ein Feuer wird"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Delegierte von sozialen Bewegungen aus aller Welt kamen im November 2023 in Basel (Schweiz) zum Kongress \u00abThe Art of Freedom\u00bb zusammen. Auf eindr\u00fcckliche Weise zeigten sie, dass Alternativen zur Kapitalistischen Moderne bereits an vielen Orten existieren, von Oromia (\u00c4thiopien) \u00fcber Indien, Philippinen, Kurdistan und Kolumbien bis zum Baskenland. All diese gl\u00fchenden Funken sollen zu einem Feuer verbunden werden. Insbesondere den Frauen und der Jugend kommt dabei eine wichtige Rolle zu.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u00abWir sind reich!\u00bb, sagte eine Konferenzteilnehmerin nach der Schlussdisskussion. Ein Gef\u00fchl von Hoffnung lag in der Luft: Drei Tage lang hatten Exponent*innen aus verschiedenen Bewegungen ein Bild davon gemalt, wie eine andere Welt aussehen k\u00f6nnte und wie die \u00abKunst der Freiheit\u00bb gelebt werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Den verbindenden theoretischen Hintergrund bildete das Konzept der \u00abDemokratischen Moderne\u00bb, das Paradigma des kurdischen Denkers Abdullah \u00d6calan. In einem Veranstaltungsblock forderten die Konferenzteilnehmer*innen lautstark seine Freilassung und eine politische L\u00f6sung der \u00abkurdischen Frage\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<p>In den Panels und Vortr\u00e4gen ging es um Bottom-up-Organisierung, um Strategien des kollektiven Widerstands, um die Erneuerung des Sozialismus oder um die Frage, wie das dominante System der \u00abKapitalistischen Moderne\u00bb tiefer analysiert und \u00fcberwunden werden kann. Zur Konferenz eingeladen hatte die \u00ab<a href=\"https:\/\/www.democraticmodernity.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Akademie der Demokratischen Moderne<\/a>\u00bb (ADM), wobei sich nicht alle Referent*innen explizit als Anh\u00e4nger*innen des Demokratischen Konf\u00f6rderalismus verstehen. Auch wenn das gemeinsame Ziel dasselbe sei, gebe es verschiedene Weltsichten, wurde immer wieder betont. Der Weg sei nicht vorgegeben, sondern ein \u00abLernen beim Vorw\u00e4rtsgehen\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<p>Die gemeinsame Vision k\u00f6nnte trotzdem, obschon nicht alle diese Sprache benutzen, als \u00abDemokratischer Welt-Konf\u00f6deralismus\u00bb beschrieben werden. Nahezu alle Redner*innen setzten sich f\u00fcr einen neuen Internationalismus ein und erkannten als dringendste Aufgabe, die vielen Alternativen zu einer globalen Allianz zu verbinden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eine globale Allianz der Frauen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die tiefsten strukturellen Widerspr\u00fcche des herrschenden Systems sind diejenigen, die Frauen betreffen. Sie leiden besonders unter Krieg, Migration, Armut, Gesundheitsproblemen, \u00f6konomischen und \u00f6kologischen Problemen. Gleichzeitig sind Frauen die Aktivsten im Widerstand gegen dieses System. Eine Vertreterin von \u00ab<a href=\"https:\/\/womenweavingfuture.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Women Weaving Future<\/a>\u00bb verwies auf die Frauenaufst\u00e4nde in Iran, \u00c4gypten, Sudan, Tunesien, Yemen, Saudiarabien, Afghanistan oder in Abya Yala; auf die 2019 von \u00abLas Tesis\u00bb in Chile ausgel\u00f6ste Welle; auf \u00abMe Too\u00bb oder auf die Frauen-Selbstverteidigung nach den Invasionen von Kobane, Afrin und Serekaniye. \u00abEs sind wie Funken, die aufleuchten.\u00bb Wie k\u00f6nnen wir sie zu einer nachhaltigen und konstanten Bewegung kanalisieren?<\/p>\n\n\n\n<p>Der Analyse von Abdullah \u00d6calan folgend, dass die Wurzel des Problems die Frauenfrage ist, kam die Referentin zum Schluss, dass wir eine Alternative zum dominierenden System schaffen m\u00fcssen. \u00abUnsere Alternative muss die Einheit der Frauen sein.\u00bb Dabei m\u00fcssten wir die Staatslogik \u00fcberwinden: \u00abWenn wir nur ein Frauenministerium fordern, kommen wir nicht weit.\u00bb Frauen sollten nicht patriarchale Normen als Fundament nehmen, sondern eigene Werte entwickeln und eine unabh\u00e4ngige Bewegung formen, die Frauen auf der ganzen Welt n\u00fctzt. Das Wichtigste sei, die Frauenk\u00e4mpfe auf der ganzen Welt zu verkn\u00fcpfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Genau das ist das Ziel von \u00abWomen Weaving Future\u00bb. Die Organisation hat 2018 die erste Welt-Frauenkonferenz abgehalten und seither Seminare und Camps organisiert und mitgeholfen, Kommunen, R\u00e4te, Institutionen, legale Strukturen und People\u2019s-Power-Strukturen aufzubauen. Beteiligte Frauen kamen zusammen, f\u00fchrten wichtige Diskussionen und bildeten Allianzen mit verb\u00fcndeten Kr\u00e4ften. An der zweiten Konferenz von 2022 diskutierten sie, wie der Frauen-Welt-Konf\u00f6rderalismus aufgebaut werden kann. \u00abDas Ziel ist, eine globale Allianz der Frauen zu schaffen\u00bb, sagte die Referentin. Dadurch entstehe gleichsam eine neue Perspektive auf den Internationalismus: \u00abAlle Frauen k\u00f6nnen ihre eigene, freie Pers\u00f6nlichkeit entwickeln und ihren Ausdruck des Kampfes.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p>Es sei im \u00dcbrigen nicht so, dass die kurdische Frauenbewegung den Rahmen vorgebe. \u00abWir machen lediglich einen Vorschlag\u00bb, erkl\u00e4rte die Referentin. Es handle sich um einen transparenten, offenen Prozess. Es sei weder eine Soli-Bewegung, noch werde erwartet, dass sich alles um die kurdische Bewegung herum organisiere. Wichtig sei, zusammenzuarbeiten und gemeinsame L\u00f6sung f\u00fcr eine Frauenbewegung zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Durch die demokratische Moderne zum demokratischen Sozialismus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Mitglied der Akademie der Demokratischen Moderne (ADM) bezeichnete die Frauenbewegung \u2013 und die Jugendbewgung \u2013 als Pioniere eines demokratischen Sozialismus. Obwohl sie ihre eigenen strategischen Projekte h\u00e4tten, seien sie auch wichtig f\u00fcr den allgemeinen Demokratischen Welt-Konf\u00f6deralismus.<\/p>\n\n\n\n<p>Ausgehend von \u00d6calans Diktum \u00abAuf Sozialismus zu bestehen, bedeutet auf Menschlichkeit zu bestehen\u00bb, zeigte der Referent auf, wie wir zum demokratischen Sozialismus gelangen, indem wir die Demokratische Moderne als unsere Alternative zum hegemonialen Modell der Kapitalistischen Moderne formulieren. Die drei Grundpfeiler sind der Demokratische Konf\u00f6deralismus als alternative Verwaltungsform gegen\u00fcber dem Nationalstaat, \u00f6kologische Industrie als Alternative zum Industrialismus, und demokratischer Sozialismus. Damit das alternative System real wird, m\u00fcssen wir unsere eigene Moderne kreieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu geh\u00f6rt unter anderem ein neuer Internationalismus, der auf Solidarit\u00e4tsbeziehungen ausserhalb der Nationalstaaten beruht. Aber es gibt auch politische Aufgaben, etwa Politik neu zu denken \u2013 losgel\u00f6st von liberalen Demokratievorstellungen, ausserhalb von Parlamenten \u2013 als \u00abKunst der Freiheit\u00bb (\u00abThe Art of Freedom\u00bb, so auch der Titel der Konferenz). Und schliesslich m\u00fcsse die kulturelle Hegemonie, \u00abder mentale Komplex, der den Kapitalismus lebendig h\u00e4lt\u00bb, \u00fcberwunden werden. Das heisse auch, dass Wissensproduktion nicht mehr an Schulen und Universit\u00e4ten geschehe, sondern dass sich autonome Bildungsinstitutionen zu einer \u00abWelt-Konf\u00f6deration der Akademien\u00bb vernetzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Alternativen existieren bereits<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00abDas Ende des Kapitalismus ist leicht vorstellbar, wenn wir Alternativen bieten. Und diese existieren bereits!\u00bb \u2013 Die Referentinnen von \u00ab<a href=\"https:\/\/globaltapestryofalternatives.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Global Tapestry of Alternatives<\/a>\u00bb (GTA) verspr\u00fchten viel Hoffnung, indem sie aufzeigten, dass Menschen \u00fcberall auf der Welt Widerstand leisten und Parallelstrukturen aufbauen. Die 2019 gegr\u00fcndete GTA will einen bunten \u00abWandteppich\u00bb weben, dessen einzelne F\u00e4den einzigartig und verschieden sind, sich aber gegenseitig verst\u00e4rken. Inspiriert ist GTA unter anderem von Konzepten wie Ubuntu, Agro\u00f6kologie, Sumaq Kawsay (buen vivir), Klimagerechtigkeit, Produktion in Arbeiter*innen-Besitz, Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t oder Commons. Diese dr\u00fccken sich in neu entstehenden Normen aus: Intersektionalit\u00e4t, Solidarit\u00e4t, Kommunalismus, pluriversales Denken, Degrowth.<\/p>\n\n\n\n<p>GTA versteht sich nicht als Organisation, sondern als Prozess. Ziele sind, R\u00e4ume der Kollaboration, des Lernens und des Austausches zu schaffen; den Alternativen Sichtbarkeit zu verleihen; aktive Solidarit\u00e4t zu leisten; alles \u00abin der Hoffnung, dass wir f\u00fcr die grosse Transformation zusammenkommen k\u00f6nnen.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p>Die GTA verkn\u00fcpft Netzwerke, die bereits existieren, damit sie sich gegenseitig befruchten. Die Bewegung ist dezentral organisiert, Entscheidungen werden von einer Versammlung getroffen, die sich aus \u00abEndorsers\u00bb (\u00fcber 75 Organisationen) und \u00abWeavers\u00bb (\u00abWebende\u00bb, also Personen, die in der Praxis vor Ort aktiv sind) zusammensetzt. Die Erfahrungen und Geschichten dieser Menschen werden in einem Magazin erz\u00e4hlt und die Alternativen werden in einer Open-Source-Karte dargestellt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Von Kolumbien bis Van<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine Genossin aus Kolumbien stellte den \u00ab<a href=\"https:\/\/congresodelospueblos.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Congreso de los pueblos<\/a>\u00bb vor. Schwarze, indigene und b\u00e4uerliche Communities sowie Frauen und Studierende wehren sich seit Jahren gegen Ausbeutung und Extraktivismus. 2008 verbanden sie sich zu einem Kongress. Inhaltliche Schwerpunkte sind Selbstverwaltung, popul\u00e4re Macht, partizipative Demokratie oder die Vergesellschaftung der Produktionsmittel. Es werden Versammlungen (<em>asambleas populares)<\/em> durchgef\u00fchrt, Kooperativen gegr\u00fcndet und gemeinn\u00fctzige Werke (z.B. Wasserversorgung) aufgebaut, aber auch direkte Aktionen durchgef\u00fchrt (z. B. Landbesetzungen). Im Zuge dessen entsteht auch eine neue Kultur, eine neue Solidarit\u00e4t, eine neue Identit\u00e4t, die unter anderem mit Gemeinschafts-Radios in der Bev\u00f6lkerung verbreitet wird. Auch die indigene Autonomie in den D\u00f6rfern, die mit den Konzepten der <em>minga<\/em> und <em>tulpa<\/em> eine Tradition besitzt, wird verteidigt. Altes indigenes Wissen wird bewahrt, ebenso die einheimische Samen-Diversit\u00e4t, die zur Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t Kolumbiens beitr\u00e4gt. Der Zugang zu Land soll durch kommunit\u00e4re R\u00e4te organisiert werden. Wichtig sind ferner auch die Selbstverteidigung, die Mobilisierung auf der Strasse sowie die institutionale Dimension des Kampfes \u2013 immer in Kombination mit Druck von unten und einem \u00abBottom-up\u00bb-Ansatz.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Veranstaltungsbl\u00f6cke drehten sich um die Unabh\u00e4ngigkeitsk\u00e4mpfe in Katalonien, im Baskenland und in Oromia, oder um Graswurzelbewegungen f\u00fcr \u00abPeople\u2019s Power\u00bb in Sudan und S\u00fcdafrika. Es wurde beschrieben, wie die \u00abPeople\u2019s Houses\u00bb in Italien funktionieren und wie die Kommunen in Venezuela kollektive Unternehmen sowie Wohn-, Gesundheits- und Bildungsprojekte betreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die gew\u00e4hlte B\u00fcrgermeisterin von Van in Nordkurdistan, die ihr Amt wegen des Rekolonisierungsprozesses des t\u00fcrkischen Staates verlassen musste, beschrieb, wie Probleme des t\u00e4glichen Lebens auf Nachbarschafts-Ebene gel\u00f6st wurden, von der Wasserversorgung bis zur Geschlechtergleichheit. Manche Referate thematisierten auch die widerspr\u00fcchlichen Beziehungen zu liberalen Institutionen und zum Staat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pluriversum: viele Weisen, die Welt zu verstehen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Vormittag w\u00e4hrend der Konferenz war f\u00fcr f\u00fcnf parallele Workshops reserviert. Die Themen reichten von Widerstands-Geschichte \u00fcber den transnationalen Klassenkampf bis zu lokaler Demokratie (die auch das \u00abMehr-als-Menschliche\u00bb umfasst). In der Schlussdiskussion am Sonntagnachmittag ging es unter anderem um die Klimakrise oder um die Frage, wie und ob der Staat und die nationale Ebene genutzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Anzumerken ist, dass in den Panels eine breite Bandbreite an Positionen vertreten war, vor allem in Bezug auf die Rolle des Staates. Wie die Referentin aus Kolumbien in der Schlussrunde meinte, sollten wir nicht den Fehler der kapitalistischen Moderne wiederholen und nur \u00abeinen Gott, eine Antwort, eine ideologische Perspektive\u00bb gelten lassen. Das Grundlegende sei die Organisierung, und diese k\u00f6nne vielf\u00e4ltige Formen annehmen. Das heisse auch, dass sie die bestehenden Institutionen umfassen k\u00f6nne. Die Frage sei: \u00abWie k\u00f6nnen wir die Institutionen nutzen, ver\u00e4ndern oder abschaffen?\u00bb Wichtig sei, die kommunalen Beziehungen zu st\u00e4rken, den Zugang und die Nutzung von Ressourcen f\u00fcr alle zu erm\u00f6glichen und die fortschreitende Kommerzialisierung zu stoppen. Das alles brauche Zeit und m\u00fcsse Schritt f\u00fcr Schritt geschehen: \u00abDamit sich die Funken zu einem Feuer vereinigen.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p>\u00abEs gibt nicht die eine L\u00f6sung\u00bb, stimmte eine Panelistin aus Indien zu. Es gebe ein Pluriversum \u2013 viele Weisen, die Welt zu verstehen. So k\u00f6nne der Demokratische F\u00f6deralismus nicht per \u00abcopy and paste\u00bb auf Indien \u00fcbertragen werden. Aber er biete wertvolle Lektionen, beispielsweise wie Versammlungen organisiert und zu Konf\u00f6derationen vernetzt werden k\u00f6nnten. Wie ein Raum geschaffen werden k\u00f6nne, der sich jenseits der R\u00e4ume des Nationalstaats befinde. \u00abDas sind Prinzipien, die \u00fcberall gelten.\u00bb All die laufenden Experimente sollten nicht unter eine einzige Theorie gestellt werden. Durch ihre Praxis w\u00fcrden sie n\u00e4mlich ihre eigene Theorie schaffen. Beispielsweise sei \u00abbuen vivir\u00bb eine Theorie, die aus dem t\u00e4glichen Leben entstehe.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Referentin aus S\u00fcdafrika f\u00fcgte hinzu, dass wir nicht alle dieselbe Sprache sprechen m\u00fcssten. Es sei ein Ausdruck von \u00abkognitiver Gerechtigkeit\u00bb (<em>cognitive justice)<\/em>, wenn wir verschiedene Kosmovisionen akzeptierten, auch wenn es sich unbequem anf\u00fchle. Es sei von grosser Bedeutung, wie wir unsere Bewegungen international \u00abhochskalieren\u00bb k\u00f6nnten. \u00abWie wir das tun, m\u00fcssen wir gemeinsam herausfinden.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gegenmacht: Die Zeit zum Handeln ist jetzt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gerade im globalen Norden stellt die Referentin aus S\u00fcdafrika eine kognitive Dissonanz fest. Die Menschen hier seien nicht auf dieselbe Weise in den Widerstand eingebunden wie Menschen im globalen S\u00fcden. Sie w\u00fcssten zwar, dass sie handeln m\u00fcssten, t\u00e4ten es aber nicht. Sie seien jetzt gefragt, ihre privilegierten K\u00f6rper einzusetzen. \u00abUnd wir sollten einander respektieren und f\u00fcreinander sorgen, w\u00e4hrend wir das tun.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p>In dieselbe Richtung zielte ein Video-Statement eines Internationalisten in Rojava. Jetzt sei der Moment f\u00fcr Aktion. Wir m\u00fcssten \u00fcber rein symbolische Solidarit\u00e4t hinaus gelangen und unsere Strukturen international verbinden, um Gegenmacht aufzubauen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kommunalismus.org\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/b1.jpg?w=1024\" alt=\"\" class=\"wp-image-708\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Weitere Infos:<\/em><br><em>Konferenz <a href=\"https:\/\/democraticmodernity.com\/events\/conference-the-art-of-freedom\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00abThe Art of Freedom\u00bb<\/a> \u2013 <a href=\"https:\/\/democraticmodernity.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Akademie der Demokratischen Moderne<\/a><\/em><br><em><a href=\"https:\/\/www.freeocalan.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Internationale Initiative \u00abFreedom for \u00d6calan \u2013 Peace in Kurdistan\u00bb<\/a> <\/em><br><em><a href=\"https:\/\/www.i-dk.org\/2023\/03\/19\/die-unendliche-geschichte-wimmelbild-und-liederbuch-veroeffentlicht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wandbild<\/a> (aus dem Workshop \u00abGeschichte und Widerstand\u00bb) \u2013 <a href=\"https:\/\/www.i-dk.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Initiative Demokratischer Konf\u00f6deralismus <\/a>(IDK)<\/em><br><em><a href=\"https:\/\/globaltapestryofalternatives.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Global Tapestry of Alternatives<\/a><\/em><br><em><a href=\"https:\/\/womenweavingfuture.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Women Weaving Future<\/a><\/em><br><em><a href=\"https:\/\/vikalpsangam.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Vikalp Sangam<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Delegierte von sozialen Bewegungen aus aller Welt kamen im November 2023 in Basel (Schweiz) zum Kongress \u00abThe Art of Freedom\u00bb zusammen. 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